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KonsumAlpha: Lesen lernen. Rechte kennen.

Kooperationsprojekt „Alphabetisierung und Grundbildung in lebensweltlich orientierten Konzepten“

Erwachsene mit Lese- und Schreibschwierigkeiten stehen im Verbraucheralltag häufig vor besonderen Herausforderungen. Vertragsabschlüsse, komplizierte Geschäftsbedingungen und digitale Angebote können ihnen große Schwierigkeiten bereiten. Die etwa 6,2 Millionen Menschen, die derzeit in Deutschland von geringer Literalität betroffen sind, verdeutlichen die Notwendigkeit von niedrigschwelligen Lernangeboten sowie Schulungen für Fachkräfte beratender Einrichtungen.

Verbraucherbildung befähigt, ein verantwortungsvolles Leben zu führen. Es geht um bewusste Konsumentscheidungen, um den Erwerb von Kompetenzen und Wissen über Rechte und Einflussmöglichkeitenvon Verbraucherinnen und Verbrauchern. Eine besondere Herausforderung haben dabei Menschen, die nicht gut (deutsch) lesen und schreiben können.

Materialien für die Praxis

Im Projekt KonsumAlpha wurden diverse Lehr- und Lernmaterialien für die Zielgruppe entwickelt. Diese umfassen u. a. Hintergrundinformationen zu den teils sehr komplexen Themen der Verbraucherbildung, Ablaufpläne für Kurseinheiten sowie Arbeitsbögen in verschiedenen Differenzierungsstufen. Zum Einsatz in verschiedenen Settings wurden für die beiden Themenbereiche Verträge und Versicherungen Mikrospiele, ein Makrospiel und digitale Spielformate entwickelt. Begriffe und Inhalte werden kleinschrittig und leicht verständlich erklärt. Die Unterrichtsmaterialien sind so konzipiert, dass sie besonders gut in heterogenen Lerngruppen einsatzbar sind.

Ferner wurden beratungsunterstützende Materialien entworfen. So wurden zu drei Themenfeldern („Wohnen“, „Was ist eine Verbraucherzentrale?“ und „Insolvenzverfahren“) Schaubilder, ergänzende Erklärungen und Handreichungen sowie Bild- und Wortkarten entwickelt. Diese eignen sich für den Einsatz in Beratungskontexten und Grundbildungskursen. Entsprechend der Bedarfe der sozialräumlichen Kooperationspartner wurden ein „Lebensordner“ sowie dazugehörige Registerkarten erstellt. Auf den Registerkarten des Lebensordners wird vorgeschlagen, welche Dokumente in den entsprechenden Bereich (z. B. Gesundheit oder Beruf) einsortiert werden können. Lebensordner sowie Registerkarten sollen die private Dokumentenablage der Zielgruppe erleichtern und als Systematisierungshilfe wichtiger Unterlagen fungieren.

Die Materialien kann man auf den Seiten der Projektpartner herunterladen:

Europa-Universität Flensburg
Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Eine Schulung zu den Materialien (in Präsenz oder online) bietet der Landesverband an. Nehmen Sie gern Kontakt mit uns auf!

Träger des Projektes

Europa-Universität Flensburg

Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein

Landesverband der Volkshochschulen

Ansprechpartnerin

Adrienne Rausch

Tel.: 0431 97984-16
ar@~@vhs-sh.de
Referentin: Grundbildung, Alphabetisierung, Arbeit und Beruf