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Volkshochschulen zufrieden: Ampelkoalition wagt Bildungsfortschritt

Der Volkshochschul-Landesverband begrüßt die Aussagen, die von SPD, Grünen und FDP in den Koalitionsvertrag unter der Überschrift „beste Bildung ein Leben lang“ aufgenommen wurden. Insbesondere sind die Volkshochschulen zufrieden mit der Absicht, das Kooperationsverbot zwischen Bund und Ländern hin zu einem Kooperationsgebot zu verändern.

„Damit wird es endlich möglich sein, dass der Bund die vielen guten Initiativen der Länder flankiert und unterstützt, sodass aus diesem gemeinsamen Wirken eine größere Bildungsgerechtigkeit entsteht. Am Ende kann so die Teilhabemöglichkeit für alle verbessert werden“, erläutert Dr. Ernst Dieter Rossmann, Vorsitzender des vhs-Landesverbandes Schleswig-Holstein. Dies sei eine entscheidende Verbesserung in der Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse überall in Deutschland. Konkret geht es zum Beispiel um den weiteren Ausbau der Grundbildungsarbeit oder die Umsetzung des digitalen Wandels. Diese Themen sind in Schleswig-Holstein bereits mit Landesprogrammen gut aufgestellt und könnten mit besserer Förderung noch mehr Bürgerinnen und Bürger erreichen.

Sehr konkret beabsichtigt der Koalitionsvertrag, in die digitale Infrastruktur gemeinnütziger Bildungseinrichtungen wie Volkshochschulen zu investieren. „Das wird in den nächsten Jahren entscheidend sein, denn wir befinden uns bereits in einer Welt, die niemals offline ist, sich rasant weiterentwickelt und jederzeit eine unübersichtliche Fülle an Informationen zugänglich macht“, sagt Karsten Schneider, Direktor des vhs-Landesverbandes. Die Volkshochschulen behandeln alle Aspekte der Digitalisierung, sowohl den Umgang mit der Technik als auch Medienkompetenz, etwa in der Bewertung und Auswahl der benötigten Informationen.

Der Plan der Koalitionäre benennt ausdrücklich wichtige Themen, die aktuelle Arbeitsschwerpunkte der Volkshochschulen sind. Bildung für nachhaltige Entwicklung soll etwa für alle Altersgruppen mit entsprechenden Angeboten versorgt werden. Ebenfalls soll die politische Bildung und die Demokratiebildung auch in der Erwachsenenbildung gestärkt werden. Wichtig für die Volkshochschulen ist zudem die Absicht, die Umsatzsteuerbefreiung für gemeinwohlorientierte Bildungsdienstleistungen europarechtskonform beizubehalten.

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