Newsletter 04/2025

Liebe Kolleg*innen,
ein ereignisreiches Jahr liegt hinter uns – und ein spannendes Jahr 2026 steht bevor! Die Volkshochschulen und Bildungsstätten Schleswig-Holsteins haben erneut gezeigt, wie vielfältig Bildung wirken kann: Von Integrationsprojekten über Grundbildung und Digitalisierung bis hin zu nachhaltiger Entwicklung und politischer Partizipation. Gleichzeitig bringen Initiativen wie vhs goes green, die Lange Nacht der Demokratie oder neue digitale Lernangebote frische Impulse in unsere Arbeit.
Vor diesem Hintergrund freuen wir uns sehr über das starke Unterstützungssignal, das die Landespolitik mit dem gestrigen Beschluss des Haushalts 2026 ausgesendet hat: höhere Förderung von Volkshochschulen und Bildungsstätten, zusätzliche Mittel für Schulabschlusskurse und zwei weitere Grundbildungszentren. Wir danken allen herzlich, die dies ermöglicht haben.
Bildung, Begegnung und gesellschaftlicher Zusammenhalt bleiben zentrale Anliegen – ob in der Alphabetisierung, bei nachhaltiger Entwicklung, in der politischen Partizipation oder im kulturellen Austausch. Angebote, die Begegnung, Dialog und gesellschaftlichen Zusammenhalt aktiv fördern, rahmt der bundesweite Jahresschwerpunkt 2026 „#zukunftsort_vhs – Gemeinsam das Morgen gestalten“.
Wir laden Sie ein, die vielfältigen Angebote und Projekte in diesem Newsletter kennenzulernen und freuen uns auf die gemeinsame Gestaltung eines starken Bildungsjahres 2026. Bis dahin wünsche ich Ihnen eine schöne Adventszeit!
Ihr Karsten Schneider
Inhalt
Landesverband und DVV
- Der Landesverband gründet eine gGmbH aus
- Das Land stärkt Weiterbildung mit dem Landeshaushalt 2026
- Sprachförderkette: Mehr Geld – aber nicht in allen Bereichen
- Jahresschwerpunkt 2026: „Gemeinsam das Morgen gestalten“
Digitalisierung
- Digital Learning Campus erhält Innovationspreis
- MeSH Up! 2026 Barcamp Medienbildung | 11.2. (Kiel)
- Sicherheit beim Online-Kauf - Verbraucherrechte leicht erklärt
- Ergebnisse des dialog digitalisierung#13 zum Thema Gamification online verfügbar
Grundbildung
- Besser Lesen und Schreiben für gehörlose Erwachsene in Flensburg
- Offener Brief wirbt für Fortsetzung der AlphaDekade
- Gute Praxis: Grundbildung im Beruf
- Teilhabeatlas Kinder und Jugendliche – eine Planungsgrundlage nicht nur für Grundbildungsangebote
- Zehn Jahre nach PIAAC 2012: Grundkompetenzen Erwachsener in Deutschland stagnieren – 10,6 Millionen Betroffene
Sprache und Integration
Europäischer Erfahrungsaustausch
Gesundheit
Nachhaltigkeit
- Ergebnis- und Perspektivkonferenz „bildet.Zukunft – Nachhaltigkeit und BNE in der Erwachsenenbildung“
- vhs goes green 2: Klimaschutz gestalten | Ideenwettbewerb, Fachtagung, Selbstlernkurs, und: Webinar-Reihe bricht Rekorde
Politik, Umwelt, Gesellschaft
- Schleswig-Holstein feiert Demokratie in der 2. Langen Nacht – Kreative Vielfalt begeistert landesweit
- Attraktive Lernformate und Fördermöglichkeit für politische Bildung
- Aktion Naturerlebnis und Biodiversität 2026
- Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
- Politische Partizipation im Alter: Bildung macht den Unterschied
Kulturelle Bildung
Arbeit und Beruf
- Kita-Weiterbildungsprogramm 2026
- Bildungsurlaube stärker wahrgenommen – Bericht Durchführung WBG 2022-2024
Fortbildung
Ehrenamtliches Engagement
Verschiedenes aus aller Welt
- Ein Aktionstag, der zu uns passt
- Lernportal der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt
- Lebendiges Kulturerbe – Chancen für Bildung und Teilhabe
Aus den Mitgliedseinrichtungen
Landesverband und DVV

Der Landesverband gründet eine gGmbH aus
Der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins schärft zum Jahresbeginn 2026 seine Organisationsstruktur und stärkt zugleich seine Handlungsfähigkeit. Zu diesem Zweck hat der Verband eine gemeinnützige Tochtergesellschaft gegründet: die vhs SH Projekt-gGmbH.
Die neue gGmbH gestaltet künftig die Projekte zur Erstorientierung und Sprachvermittlung. Mit dem Start ins Jahr 2026 werden die Projekte STAFF.SH, EOK.SH und der Deutschkurs-Kompass in die vhs SH Projekt-gGmbH übergehen und dort fortgeführt. Damit schafft der Landesverband klare Zuständigkeiten und verlässliche Strukturen für eine weiterhin starke und zukunftsorientierte Integrationsarbeit in Schleswig-Holstein. Themen der Projekte werden weiterhin wie gewohnt im Newsletter des Landesverbandes berichtet.

Das Land stärkt Weiterbildung mit dem Landeshaushalt 2026
Mit der Verabschiedung des Haushalts 2026 hat der schleswig-holsteinische Landtag auch deutliche Akzente in der Weiterbildung gesetzt: Die Grundbildungsarbeit der Volkshochschulen wird durch zwei neue Grundbildungszentren ausgeweitet. Außerdem verbessern zusätzliche 100.000 Euro für Schulabschlusskurse die Chancen im zweiten Bildungsweg. Damit können mehr Erwachsene beim Lernen von Lesen, Schreiben, Rechnen und digitalen Kompetenzen sowie dem Nachholen von Schulabschlüssen unterstützt werden. Der Aufwuchs der institutionellen Förderung für Volkshochschulen und Bildungsstätten um 8% stärkt bedarfsgerechte Weiterbildung und bessere Teilhabemöglichkeiten im ganzen Land.

Sprachförderkette: Mehr Geld – aber nicht in allen Bereichen
Der Haushaltsausschuss des Bundes stellt für die Integrationskurse im laufenden Haushaltsjahr kurzfristig 267 Millionen Euro zusätzlich bereit und erhöht das Budget für 2026 um weitere 110 Millionen. Damit wächst der Ansatz im kommenden Jahr auf rund 1,06 Milliarden Euro. Zuvor hatten der Deutsche Volkshochschul-Verband (DVV) und weitere Träger der Integration eindringlich davor gewarnt, dass eine zu geringe Finanzierung Kursabbrüche und massive Unterversorgung mit Integrationsangeboten zur Folge gehabt hätte.
Bei den Berufssprachkursen herrscht weiter Mangel: Trotz anderslautender Zusagen im Koalitionsvertrag bleibt das Budget bei 450 Millionen Euro. Der Bund hält an Kursbegrenzungen fest – mit Folgen: Volkshochschulen werden vielen Teilnehmenden kein passendes Angebot machen können. Die Integration in den Arbeitsmarkt droht ins Stocken zu geraten.
Der DVV fordert daher weiterhin: Die Bundesregierung muss bei den Mitteln für Berufssprachkurse dringend nachlegen – sonst verliert sie ausgerechnet dort an Wirkung, wo Integration nachhaltig gelingt. Zudem ist eine Verwaltungsentlastung in der Kursabwicklung durch Abbau von Bürokratie dringend geboten.

Jahresschwerpunkt 2026: „Gemeinsam das Morgen gestalten“
Volkshochschulen sind mehr als Lernorte. Sie sind Orte der Begegnung, des Dialogs und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. In einer vielfältigen Gesellschaft bringen sie Menschen unterschiedlicher Herkunft, Perspektiven und Lebenswege zusammen – und das ganz konkret.
Unsere Gesellschaft steht vor Herausforderungen: Rechtspopulismus, Antisemitismus, Queerfeindlichkeit, Antifeminismus und Fremdenhass nehmen zu. Diese Narrative verkennen, dass Vielfalt eine Stärke ist – und Begegnung und Bildung sind Schlüssel, um diese Stärke zu fördern. Volkshochschulen und Bildungsstätten bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft, Perspektiven und Lebenswege in Angeboten zusammen, in denen Diskriminierung und Ausgrenzung keinen Platz haben.
Mit dem bundesweiten Jahresschwerpunkt 2026 „#zukunftsort_vhs – Gemeinsam das Morgen gestalten“ setzen die deutschen Volkshochschulen ein klares Zeichen.
Digitalisierung
Digital Learning Campus erhält Innovationspreis
Der Digital Learning Campus Schleswig-Holstein (DLC) ist in Bonn mit dem Preis für Innovation in der Erwachsenenbildung des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung ausgezeichnet worden. Der Wettbewerb stand unter dem Motto „KI und Weiterbildung – Barrieren abbauen, Teilhabe gestalten“.
Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Dorit Stenke sprach von einem starken Signal für die Bildungsakteure im Land. Der DLC vernetzt Hochschulen, Volkshochschulen, Schulen und weitere Partner und wird mit 37,5 Mio. Euro aus EU- und Landesmitteln gefördert. Der DLC kombiniert eine digitale Lernplattform mit Lernorten in mehreren Städten und ermöglicht kostenfreie Angebote zu Future Skills und Künstlicher Intelligenz. Projektleiter Ronny Röwert sieht die Auszeichnung als Bestätigung für die Arbeit der 30 Teilprojekte.
Der vhs-Landesverband ist mit einem eigenen DLC-Projekt im Lernortverbund SEE-digital − Sammeln, Entwickeln, Erleben beteiligt. Im kommenden Jahr wird das Projekt Fahrt aufnehmen und unter einem eigenen Label einen mobilen Lernort entstehen lassen, um Interessierten vor Ort und in Verbindung mit lokalen Partnern und Volkshochschulen Zukunftsthemen und Future Skills erlebbar zu präsentieren. Konzepte für interaktives Lernen sind in der konkreten Vorbereitung. Ebenfalls am DLC beteiligt sind die vhs Heide im DLC Westküste PLUS und die Förde-vhs im Lernortverbund EDIT - Erfahrungsräume: Digital. Inklusiv. Transformativ.

MeSH Up! 2026 Barcamp Medienbildung | 11.2. (Kiel)
#wasgehtindermedienarbeit?
Antworten gibt das MeSH Up! 2026, das Barcamp zur Medienbildung, am 11. Februar 2026 im Kieler Rathaus.
Digitale Medien verändern den Alltag – und mit ihm die Bildungsarbeit. Beim MeSH Up! treffen sich Engagierte aus Kita, Schule, Jugendarbeit, Erwachsenenbildung, Medien und Wissenschaft, um aktuelle Fragen, Praxisbeispiele und neue Ideen zu teilen. Das Besondere: Das Programm entsteht gemeinschaftlich. In Sessions, Diskussionen und kreativen Formaten werden Erfahrungen ausgetauscht, Netzwerke geknüpft und Impulse für die Medienbildung von morgen gesetzt. Das MeSH Up ist eine Veranstaltung der Förde-vhs in Kooperation mit der Landeshauptstadt Kiel, dem Offenen Kanal und dem Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins.

Sicherheit beim Online-Kauf - Verbraucherrechte leicht erklärt
Online-Shopping boomt – und mit ihm die Risiken: Tricks, Gebührenfallen und Fake-Shops. Besonders Menschen mit wenig Online-Erfahrung oder geringen Lese- und Sprachkenntnissen geraten schnell ins Hintertreffen. Darum haben der Deutsche Volkshochschul-Verband und die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg einen leicht verständlichen Online-Kurs zum sicheren Einkaufen im Netz entwickelt. Er erklärt mit Videos, Bildern und Praxisbeispielen, wie man seriöse Angebote erkennt, sicher bezahlt und seine Rechte durchsetzt.
Der Kurs steht im vhs-Lernportal kostenlos bereit: vhs-lernportal.de/.... Er umfasst 25 kurze Lerneinheiten mit vielen interaktiven Übungen, nutzbar allein, im Unterricht oder in Lerntreffs. Eine App folgt im Januar. Bund und das Land Baden-Württemberg finanzieren das Angebot gemeinsam.
Das vhs-Lernportal wird im Kontext der nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung vom Bundesbildungsministerium gefördert. Die Entwicklung der Lerneinheiten und der zugehörigen App wurde durch die Förderung des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg möglich.

Ergebnisse des dialog digitalisierung#13 zum Thema Gamification online verfügbar
Die Ergebnisunterlagen des dialog digitalisierung am 9. Oktober (siehe Ankündigung) sind jetzt auf den Seiten des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE) verfügbar:
Grundbildung

Besser Lesen und Schreiben für gehörlose Erwachsene in Flensburg
An der Volkshochschule Flensburg läuft derzeit ein besonderer Pilotkurs: Gehörlose deutschsprachige Erwachsene können hier gezielt ihre Lese- und Schreibkompetenzen verbessern. Für viele gehörlose Menschen ist die deutsche Schriftsprache eine besondere Herausforderung. Die Deutsche Gebärdensprache (DGS) folgt ganz eigenen grammatikalischen Regeln – Satzbau, Zeitformen und Artikel unterscheiden sich deutlich, daher muss die Schriftsprache oft wie eine Fremdsprache erlernt werden.
Entstanden ist das Angebot durch die Anregung einer Heilpädagogin, die in einer Kindertagesstätte arbeitet und auf eine gehörlose Mutter aufmerksam wurde, die sich mehr Unterstützung beim Lesen und Schreiben wünschte. Über die Eingliederungshilfe der Stadt entstand schließlich der Kontakt zur Volkshochschule Flensburg – und mit einer erfahrenen Gebärdensprachdozentin, die selbst gehörlos ist, konnte die Idee eines Alphabetisierungskurses für Gehörlose vor Ort umgesetzt werden.
Ein solches Angebot erfordert Fachkenntnis und Sensibilität: Die Lehrkraft sollte sowohl die Gebärdensprache beherrschen als auch Erfahrung in der Alphabetisierungsarbeit mitbringen. Eine Herausforderung bleibt die Teilnehmendengewinnung für dieses besondere Angebot, doch der Kurs ist ein wichtiger Schritt für mehr Bildungsteilhabe gehörloser Erwachsener.

Offener Brief wirbt für Fortsetzung der AlphaDekade
Die Alpha-Dekade von Bund und Ländern nähert sich ihrem Ende. Der Bund hat eine Vielzahl an Projekten finanziert, damit die Wahrnehmung sowie Enttabuisierung des Themas gestärkt, aktuelle Forschungsergebnisse veröffentlicht, Professionalisierung vorangetrieben, Materialien entwickelt und Kooperationen angestoßen werden. Arbeits- und lebensweltorientierte Grundbildung sowie digitales Lernen bildeten die Schwerpunkte. Die Länder verantworteten die Stärkung der Strukturen.
Nicht nur die Volkshochschulen setzen sich für eine Fortsetzung ein. In einem offenen Brief an Bundes-Bildungsministerin Karin Prien fordern Praxis-Expert*innen gemeinsam mit Wissenschaftler*innen eine Anschlussinitiative. Die Unterzeichnenden sind ein Bündnis aus Deutschem Volkshochschul-Verband, Bundesarbeitskreis Arbeit und Leben, Bundesverband Alphabetisierung und Grundbildung, weiteren Partnern im Arbeitsfeld Grundbildung und im Sachgebiet führenden Wissenschaftler*innen.
Im Rahmen der AlphaDekade beteiligte sich der Landesverband im Projekt KonsumAlpha in Kooperation mit der Verbraucherzentrale und der Europa-Universität Flensburg, dabei sind viele Materialien entstanden. Durch Förderung aus Landesmitteln konnten bisher vier Grundbildungszentren in Schleswig-Holstein eröffnet werden, diese sind mittlerweile zentrale Anlaufstellen für Menschen mit Grundbildungsbedarf.
https://www.volkshochschule.de/meldungen/offener-brief-anschluss-alphadekade.php
https://www.volkshochschule.de/bildungspolitik/grundbildung/index.php
Gute Praxis: Grundbildung im Beruf
Das Grundbildungszentrum Neumünster hat es im November geschafft, auf die Seite der AlphaDekade als gutes Praxisbeispiel aufgenommen zu werden: „Ein Fernsehbeitrag aus Neumünster zeigt zudem, wie dort das Grundbildungszentrum, das Mehrgenerationenhaus und das Berufsinformationszentrum zusammenarbeiten, um gemeinsam auf die Wichtigkeit von Grundbildung im Beruf aufmerksam zu machen.“ (Quelle: www.alphadekade.de/...)
Teilhabeatlas Kinder und Jugendliche – eine Planungsgrundlage nicht nur für Grundbildungsangebote
Anfang November wurde der aktuelle Teilhabeatlas Kinder und Jugendliche für Schleswig-Holstein vorgestellt. Dabei zeigte sich ein ernüchterndes Bild: Fast überall im Land stoßen Kinder und Jugendliche auf massive Hürden – in der Schule, in der Freizeit, in der Mobilität. Nur Stormarn bietet laut den Herausgeber*innen gute Bedingungen; 9 von 11 Landkreisen und selbst die vier kreisfreien Städte (Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster) weisen deutliche bis sehr hohe Teilhabehürden auf.
Bildung bleibt das größte Problem – Schleswig-Holstein hat in Norddeutschland die höchsten Schulabbruchquoten. Dithmarschen (12,1 Prozent) und Lübeck (11,3 Prozent) liegen weit über dem Bundeswert von 6,8 Prozent. Expert*innen sehen hier dringenden Handlungsbedarf: Wer ohne Abschluss die Schule verlässt, hat kaum Chancen auf Ausbildung, Arbeit oder gesellschaftliche Teilhabe – und ist auf nachholende Bildung angewiesen, die vielerorts jedoch unterfinanziert und schwer erreichbar ist.
Besonders kritisch: Die Mobilität im ländlichen Raum bremst Bildungswege zusätzlich aus. In Schleswig-Flensburg beträgt der Fußweg zur nächsten ÖPNV-Haltestelle im Schnitt 80 Minuten, in Nordfriesland über 45 Minuten – eine deutliche Hürde für jede Form von Weiterbildung oder Nachqualifizierung. Schleswig-Holstein müsse gezielt in Bildungs- und Betreuungsangebote investieren, vor allem dort, wo viele Jugendliche ohne Abschluss bleiben, so die Fachleute. Nachholende Bildung brauche wohnortnahe Strukturen, verlässliche Mobilität und vernetzte Unterstützungssysteme.
Die Warnung am Ende der Veranstaltung fiel deutlich aus: In einer alternden Gesellschaft darf sich das Land nicht leisten, junge Menschen zu ‚verlieren‘. Ohne echte Bildungs- und Teilhabechancen drohen Frust, Abwanderung – und ein dauerhaftes Zurückfallen ganzer Regionen.
Der „Teilhabeatlas – Kinder und Jugendliche“ ist ein Gemeinschaftsprojekt der Wüstenrot Stiftung, des Berlin-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung sowie der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS). Ziel ist es, politische und zivilgesellschaftliche Entscheidungsträger*innen dabei zu unterstützen, gezielt für mehr Teilhabe von jungen Menschen in Deutschland zu wirken.

Zehn Jahre nach PIAAC 2012: Grundkompetenzen Erwachsener in Deutschland stagnieren – 10,6 Millionen Betroffene
Die Ergebnisse der PIAAC-Studie 2023 zeichnen ein alarmierendes Bild: In Deutschland verfügen aktuell 10,6 Millionen Erwachsene über nur sehr geringe Lese- und Schreibfähigkeiten – das entspricht einem Anstieg von rund 1,2 Millionen seit der ersten Erhebung 2012. Zwar ist diese Veränderung statistisch nicht signifikant, doch die Zahl verdeutlicht: Viele Erwachsene bleiben nach wie vor von grundlegender Bildung ausgeschlossen.
Die Studie zeigt auch die engen Zusammenhänge zwischen Grundkompetenzen, Arbeitsmarktchancen und Einkommen. Personen mit hohen Lese- und Schreibfähigkeiten können sich neue berufliche und digitale Kompetenzen leichter aneignen und flexibler auf technologische Veränderungen reagieren. Menschen mit geringen Grundkompetenzen geraten dadurch zunehmend ins Hintertreffen – nicht nur beruflich, sondern auch bei gesellschaftlicher Teilhabe und dem Zugang zu digitalen Informationen.
Darüber hinaus liefert PIAAC 2023 detaillierte Einblicke in die Verteilung von Kompetenzen nach Alter, Geschlecht, Bildungsniveau und Geburtsland. Ein Vergleich mit der LEO-Studie 2018 bestätigt: Die Herausforderungen in der Grundbildung Erwachsener bleiben groß. Bildungsexperten sehen dringenden Handlungsbedarf: Deutschland braucht deutlich mehr passgenaue Grundbildungsangebote, um die Betroffenen zu unterstützen und soziale Benachteiligung zu reduzieren.
PIAAC 2023 Ergebnisse
LEO PIAAC 2023 – Level One im Deutschsprachigen Raum
Sprache und Integration
Teilnahmezahlen der Wegweiserkurse weiterhin auf hohem Niveau
Bis Ende November 2025 fanden in den Landesunterkünften und der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes 126 Wegweiserkurse mit insgesamt 1.369 Teilnehmenden statt. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es noch 130 Kurse mit 1.755 Teilnehmenden. Nach einem Rückgang zu Jahresbeginn hat sich das Angebot im dritten und vierten Quartal wieder stabilisiert.
Wie im Vorjahr richtete sich der Großteil der Kurse an Geflüchtete aus der Ukraine und wurde auf Russisch durchgeführt, gefolgt von Angeboten in arabischer Sprache. Die Wegweiserkurse vermitteln Asylsuchenden – unabhängig von ihrer Bleibeperspektive – alltagspraktisches Wissen und grundlegende Orientierung zum Leben in Deutschland in ihrer Herkunftssprache.
Für 2026 bereitet die Projektkoordination einen neuen Förderantrag vor. Ziel ist es, das Projekt weiterhin aus Mitteln des Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds (AMIF) sowie mit Kofinanzierung von Land und Bund abzusichern.
Europäischer Erfahrungsaustausch

Erasmus+ Mittel verfügbar – neue Fortbildungsmöglichkeiten bis Ende August
Nachdem einige Reisen nicht wie geplant stattfinden konnten, haben wir für Erasmus+ Mobilitäten jetzt im aktuellen Mittelabruf bis zum 31.08.2026 noch ausreichend Mittel zur Verfügung.
Falls Sie jetzt in der dunklen Jahreszeit gerne eine Weiterbildungs-Reise für 2026 planen möchten, zum Beispiel zum Thema Künstliche Intelligenz (KI), und Städte wie Florenz, Dublin oder Valencia kennenlernen möchten, melden Sie sich Anfang 2026 bei uns! Wir beraten Sie gerne zu Kursen und Hospitationen im europäischen Ausland.
Sie erreichen uns, Julia Francke und Janne Beeker, nun auch über unser neues E-Mail-Postfach: erasmus@vhs-sh.de.
Auf unserer Projektseite finden Sie eine Auswahl an Kursen.
Auf unserem Blog können Sie die Berichte aller Mobilitäten nachlesen.
Gesundheit
Gemeinsam. Gesundheit. Stärken. | 22./23.6.26 (Hamm)
Volkshochschulen machen Gesundheitskompetenz stark: mit Wissen, Bewegung und Austausch. Kurse, Vorträge und Workshops unterstützen Menschen dabei, ihre Gesundheit aktiv zu gestalten und in verwirrenden Zeiten resilient zu bleiben.
Die Bundesfachkonferenz Gesundheit der Volkshochschulen am 22. und 23. Juni 2026 in Hamm wird sich mit diesen Themen beschäftigen (Infos für Volkshochschulen folgen).
Bildung für nachhaltige Entwicklung
Ergebnis- und Perspektivkonferenz „bildet.Zukunft – Nachhaltigkeit und BNE in der Erwachsenenbildung“
Wie kann meine Einrichtung ganzheitlich zu Nachhaltigkeit beitragen? Wie können wir unsere Organisationen trotz Hindernissen nachhaltig weiterentwickeln? Wie sieht der Whole Institution Approach in der Praxis aus? Und was bedeutet er überhaupt? Diesen Fragen gingen am 12. November rund 50 Teilnehmende bei der Ergebnis- und Perspektivkonferenz „bildet.Zukunft – Nachhaltigkeit und BNE in der Erwachsenenbildung“ nach.
Im Mittelpunkt standen die Erfahrungen von zehn Volkshochschulen, die in den vergangenen 20 Monaten Nachhaltigkeit und Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) im Rahmen eines Projektes des Landesverbands Schleswig-Holstein systematisch umgesetzt haben. Die Einrichtungen wurden rund zwei Jahre begleitet, um den Whole Institution Approach in ihren Strukturen zu verankern. Auf der Konferenz wurde deutlich, was für beeindruckende Arbeit sie geleistet haben. Ein Highlight der Konferenz war die Walk-and-Talk-Ausstellung, in der konkrete Maßnahmen und Best-Practice-Beispiele erlebt und diskutiert wurden. Die Veranstaltung war Teil der europaweiten Global Education Week des World University Service (WUS) und gliederte sich so in einem Rahmen von Austausch und Inspiration über Schleswig-Holstein hinaus ein.
vhs goes green 2: Neues vom Klimaschutzprojekt
Bäume für den Klimaschutz: Ideenwettbewerb
Wie können wir im Landesverband unseren CO₂-Fußabdruck weiter senken? Beim vhs-Fortbildungstag am 9. Oktober in Neumünster kamen am Info-Stand zahlreiche kreative Vorschläge im Rahmen des Ideenwettbewerbs zusammen. Noch vor Ort haben wir unter den Einsendungen alte Apfelsorten verlost (Danke an das Nordkolleg!) und jede eingereichte Idee wurde mit einer Grünpflanze belohnt, ein Stück Biodiversität für den eigenen Garten.
Digitaler Selbstlernkurs „vhs goes green“ in der vhs.cloud:
Sie möchten direkt anfangen? Dann nutzen Sie unseren digitalen Selbstlernkurs für Volkshochschulen und andere Einrichtungen der Erwachsenenbildung.
Der Kurs enthält: Grundlagen zum Thema Treibhausgas-Emissionen sowie konkretes Handlungswissen für Energie, Mobilität, Beschaffung, Veranstaltungsmanagement und digitale Infrastruktur. Zudem: Infos zu praktischen Tools und Checklisten für die Umsetzung.
Jetzt einschreiben unter Kurs-Code: slkvhsgoesgreen2@~@th.vhs.cloud
Rekord-Zahlen bei „Klima und Wir“
Bundesweit mehr als 2.000 Teilnehmende bei Klima und Mensch mit Mojib Latif und rund 1.000 Teilnehmende bei Klima und Gesundheit zeigen eindrucksvoll: das Interesse an Klimaschutzwissen bewegt und gemeinsam können wir etwas bewegen. (Hinweis: zu Klima und Mensch gibt es leider keine Aufzeichnung.)
Neugierig? Nächste Termine in der Webinar-Reihe „Klima und Wir“:
27.01.2026: Klima und Konsum: Bewusst entscheiden, nachhaltig handeln
24.02.2026: Klima und Eigenanbau: Natürlich Gärtnern mit Permakultur
18.03.2026: Klima und Kultur: Für mehr Klimaschutz – und was wir dafür tun können
Save-the-Date: große Bundesweite Fachtagung am 10./+11. Juni 2026 in Kassel
Eine gute Gelegenheit, gemeinsam nachhaltige Erwachsenenbildung weiterzudenken. Programm und Einladung folgen Anfang 2026.
Das Projekt vhs goes green 2 wird gefördert von der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN).
Laufzeit: 1. Oktober 2024 bis 30. September 2026.
Ansprechpersonen im LV: Jana Behrens, Florin Feldmann
Politik, Umwelt, Gesellschaft
Schleswig-Holstein feiert Demokratie in der 2. Langen Nacht – Kreative Vielfalt begeistert landesweit
Am 2. Oktober fand in Schleswig-Holstein zum zweiten Mal die „Lange Nacht der Demokratie“ statt – mit rund 100 Veranstaltungen landesweit, von Sylt bis Geesthacht, allein in Kiel etwa 20. Partner waren Volkshochschulen, Museen, Bildungsstätten, Initiativen, Kultur- und Gewerbeeinrichtungen. In vielseitigen Formaten wurde Demokratie diskutiert, erlebt und gefeiert: von Poetry Slams, Filmen, Konzerten und Theater bis zu Zeitzeugengesprächen, Townhall-Diskussionen, Kochsessions, Quizabenden und interaktiven Workshops. Die Veranstaltungen boten Berichte aus der antifaschistischen Widerstandsgeschichte, künstlerische Zugänge wie Filme über Joseph Beuys oder Gitarren- und Theaterdarbietungen, die lokale und globale Demokratieerfahrungen verknüpften.
Die Resonanz war durchweg hoch, Orte wie Bordesholm, Albersdorf, Geesthacht, Hohenwestedt, Kiel, Neumünster oder Schwentinental zeigten, wie kreativ und lebendig Demokratievermittlung sein kann. Die Formate reichten von interaktiven Kunst- und Comic-Workshops über demokratische Beteiligungsaktionen bis hin zu Kochsessions.
Koordiniert wird die Lange Nacht vom Landesbeauftragten für politische Bildung und dem Landesverband der Volkshochschulen, gefördert von den Sparkassen Schleswig-Holstein, Medienpartner ist der NDR.
Wer die Lange Nacht 2026 mitgestalten möchte, ist herzlich eingeladen zum ersten Vorbereitungstreffen online am 22. Januar 2026 um 10 Uhr (Anmeldung: kontakt@~@lndd.sh).
Attraktive Lernformate und Fördermöglichkeit für politische Bildung
Pfiffige Lernformate helfen dabei mehr Menschen für politische Bildung und demokratische Beteiligung zu begeistern. Um pädagogischen Fachkräften und potenziellen Kursleitungen Inspirationen und erprobte spielerische Methoden näherzubringen, bietet der vhs Landesverband folgende Fortbildungen an:
- (Mi.) 25.2.2026 Neumünster: Lokale Demokratie spielerisch entdecken und vermitteln, Schwerpunkt Spiele
(Do.) 26.2.2026 Kiel: Lokale Demokratie und Beteiligungsmöglichkeiten spielerisch entdecken, Schwerpunkt Wissensvermittlung
Keine Teilnahmegebühr, Anmeldung bis 15.01.2026
Eine Förderung passender Angebote an unseren Volkshochschulen/Bildungsstätten ist über unser Projekt „Mitreden. Mitmachen. Mit dir.“ möglich (Zuwendung der Sparkassen). Das Projekt ist 2025 gestartet und nimmt nun volle Fahrt auf. Planende sind zu den Info-Terminen eingeladen, um die Möglichkeiten kennenzulernen und erste Ideen auszutauschen: (Di.) 13.1. oder (Mi.) 21.1.2026, jeweils von 10-10:45 Uhr online in der vhs.cloud-Gruppe „Politische Bildung SH“. Ansprechpartnerin: Florin Feldmann.

Aktion Naturerlebnis und Biodiversität 2026
Die Angebote für den Aktionsmonat Naturerlebnis, der auch 2026 im gesamten Monat Mai stattfinden soll, sind bereits in Vorbereitung. Die Aktionswoche Biologische Vielfalt wird vom 6. bis 13. September 2026 veranstaltet.

Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“
Im Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ überzeugten 38 Gemeinden mit Engagement und kreativen Projekten. Die Jury kürte Osterby zum Siegerdorf 2025 (10.000 Euro Preisgeld), gefolgt von Loop auf Platz 2. Brokstedt und Brügge teilen sich den dritten Platz. Osterby punktete mit starker Dorfgemeinschaft, klarer kommunalpolitischer Strategie und einem neuen Dorfgemeinschaftshaus. Loop beeindruckte mit kluger Nutzung seiner Ressourcen, aktivem Naturschutz und lebendigem Dorfleben. Brokstedt überzeugte mit breitem Ehrenamt und moderner Infrastruktur, Brügge mit beispielhafter Planung, Bürgerbeteiligung und nachhaltigen Projekten. Die Träger und Förderer des Wettbewerbs betonen das große Potenzial der ländlichen Gemeinden und wollen ein neues Dörfer-Netzwerk aufbauen. Weitere besuchte Dörfer zeigten ebenfalls vielfältige Projekte von Nahwärmenetzen über Naturschutz bis hin zu Bürgerwindparks. Der vhs-Landesverband war auch in diesem Jahr durch Hans-Peter Schweger in der Jury vertreten.

Politische Partizipation im Alter: Bildung macht den Unterschied
Etwa 4 Prozent der Menschen in der zweiten Lebenshälfte sind Mitglied einer Partei und 2 Prozent sind in einer Bürgerinitiative aktiv. Mit welcher Wahrscheinlichkeit jemand in Parteien oder Bürgerinitiativen politisch aktiv ist, hängt neben dem Alter von weiteren Faktoren ab, beispielsweise vom Geschlecht, vom Einkommen, von der Region, in der man lebt – und in besonderem Maße vom Bildungsstand. Daten des Deutschen Alterssurveys zeigen einen starken Zusammenhang zwischen politischer Beteiligung und dem Bildungsniveau, gemessen mit dem höchsten erreichten Schulabschluss. Verglichen wurden Personen mit niedriger Bildung (maximal Hauptschulabschluss), mittlerer Bildung (maximal mittlere Reife) und hoher Bildung ((Fach-)Hochschulreife). Dass Bildung eine wichtige Rolle spielt, wird bei beiden Partizipationsformen deutlich.
Für das Gelingen einer lebendigen, vielfältigen Demokratie, stellt die Studie fest, ist die politische Beteiligung aller gesellschaftlichen Gruppen notwendig. Die Stärkung der politischen Teilhabe Älterer wurde jüngst erst im Neunten Altersbericht der Bundesregierung angemahnt. Die vorliegende Studie unterstreicht einmal mehr, dass Bildung eine besondere Bedeutung zukommt, wenn politische Teilhabe allen Bürger*innen in unserem politischen System auf gleiche Weise möglich sein soll. Unter anderem sollten über den gesamten Lebensverlauf hinweg Bildungsunterschiede verringert werden, damit lebenslanges Lernen zu mehr Gleichheit bei der politischen Partizipation im Alter beiträgt. Bildungsunterschiede zwischen Generationen würden dadurch abgebaut und die Generationengerechtigkeit gestärkt.
Die detaillierten Ergebnisse sind nachzulesen in: Weinhardt, M., Schmelzle, R., Platt, O., Berner, F. (2025). Wer gestaltet mit? Mitgliedschaft in Parteien und Bürgerinitiativen in der zweiten Lebenshälfte [DZA Aktuell 04/2025]. Berlin: Deutsches Zentrum für Altersfragen. https://doi.org/10.60922/4j41-9e13
Kulturelle Bildung

Online-Praxisaustausch Kulturelle Bildung
Am 26. November veranstaltete der Bundesarbeitskreis Kultur den in der Planungspraxis sehr beliebten bundesweiten Praxisaustausch als Onlineformat. Mit dabei: Dr. Thea Freese von der vhs Bordesholm-Wattenbek mit einem Beitrag zur erfolgreichen Verbindung von kultureller und politischer Bildung.
Wer nicht dabei sein konnte, kann einige Ergebnisse nachlesen.
Arbeit und Beruf

Kita-Weiterbildungsprogramm 2026
Die Anforderungen an Fachkräfte in Kitas steigen kontinuierlich – von kindlicher Entwicklung über Sprachförderung bis hin zu Personalführung und Elternarbeit. Das Kita-Weiterbildungsprogramm der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins unterstützt Fachkräfte dabei, ihren Alltag kompetent, reflektiert und mit Freude zu gestalten. Die Angebote sind praxisnah, mit Landesmitteln gefördert und zertifiziert. Erfahrene Dozent*innen vermitteln aktuelles Wissen, eröffnen neue Perspektiven und stärken die professionelle Haltung der Teilnehmenden. 10 Volkshochschulen in Schleswig-Holstein sind beteiligt.
Das Programm 2026 steht zum Download bereit: vhs-kitaforum.de

Bildungsurlaube stärker wahrgenommen – Bericht Durchführung WBG 2022-2024
Die Zahl der Veranstaltungen und der Anspruchsberechtigten für Bildungsfreistellung in Schleswig-Holstein ist zuletzt gestiegen. Das zeigt der neue Bericht der Landesregierung zum Weiterbildungsgesetz (WBG). Besonders häufig nehmen weiterhin Männer unter 30 sowie die Gruppe der 30- bis 39-Jährigen teil. Frauen nutzen die Angebote vor allem zwischen 50 und 60 Jahren; dabei machen sie eher von ihrem gesetzlichen Recht Gebrauch, sich vom Arbeitgeber freistellen zu lassen. Inhaltlich führen Pädagogik und Psychologie vor Sprachen. Während 2022 noch der kaufmännische Bereich folgte, rückten 2023 und 2024 Gesellschaft und Geschichte auf Platz drei vor. Auffällig: Politische Bildung gewinnt kontinuierlich an Gewicht.
Fortbildung
Fortbildungstag der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins 2025 in Neumünster
Am 9. Oktober 2025 trafen sich Leitungskräfte, Planende und Verwaltungsmitarbeitende der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins in Neumünster zum Fortbildungstag. Im Fokus standen praxisnahe Impulse für die tägliche Arbeit – von der Gewinnung neuer Kursleitungen über Lobbyarbeit in der Kommunalpolitik bis hin zu strategischem Marketing, KI-Einsatz, Resilienz und moderner Zusammenarbeit.
Höhepunkte waren die Impulsvorträge „Fantastische Lehrende – und wo sie zu finden sind“ von Dr. Alexandra Hessler und „Lobbyarbeit in der Kommune“ von Ines Strehlau, ergänzt durch Diskussionsrunden und praxisorientierte Workshops. Themen reichten von Konfliktmanagement und Kollaborationstools über Ehrenamtsarbeit bis zur Nutzung von vhs-Statistiken zur strategischen Steuerung.
Der Fortbildungstag bot damit wertvolle Impulse, konkrete Unterstützung und neue Ideen für eine zukunftsstarke Bildungsarbeit. Die nächste Veranstaltung ist für Frühjahr 2027 geplant.
Ehrenamtliches Engagement
Letzte Meldungen auf engagiert-in-sh.de
Einsamkeit im Alter: Sozialministerin will Strukturen im Land stärken
2026 zum Internationalen Jahr der Freiwilligen für nachhaltige Entwicklung erklärt
Engagement für Ehrenamt wurde ausgezeichnet
Auch ein Ehrenamt hilft: "Mach dich fit gegen Einsamkeit" - Kampagne gestartet
37° Doku: Ehrenamt - unersetzlich, unbezahlbar
Verschiedenes aus aller Welt

Ein Aktionstag, der zu uns passt
Erstmals ruft die Initiative kulturelle Integration (IKI) zum bundesweiten Aktionstag „Zusammenhalt in Vielfalt“ auf. Anlass ist der UNESCO-Welttag der kulturellen Vielfalt am 21. Mai: Überall in Deutschland sollen Organisationen, Initiativen und Einzelpersonen mit Veranstaltungen, Workshops und kleinen Aktionen zeigen, wie bunt und solidarisch unsere Gesellschaft ist.
Die IKI lädt alle ein, sich zu beteiligen und gemeinsam ein sichtbares Zeichen für Zusammenhalt und Vielfalt zu setzen – von Nachbarschaftsaktionen bis zu lokalen Veranstaltungen. Eigene Aktionen – zum Beispiel von Volkshochschulen und Bildungsstätten – können für den zentralen Kalender angemeldet werden, der vom Deutschen Kulturrat betreut wird. Als Leitlinie gibt es 15 Thesen. Weitere Informationen
Lernportal der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt
Das Lernportal der Deutschen Stiftung für Engagement und Ehrenamt (DSEE) enthält nicht nur regelmäßig aktuelle Online-Fortbildungen zu den üblichen Themen, die in Vereinen eine Rolle spielen, auch jederzeit verfügbare Lernvideos werden dort angeboten. Zum Beispiel: Alles im Griff – Einnahmen, Ausgaben und Ausnahmen im Verein oder Mit Geld plant man nicht? Finanzplanung für Vereine – Themen, die auch viele neben- und ehrenamtliche Volkshochschulen umtreiben.
Lebendiges Kulturerbe – Chancen für Bildung und Teilhabe
Beim Festakt im Schloss Saarbrücken wurden im November 18 neue Kulturformen offiziell in das Bundesweite Verzeichnis des Immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Christoph Wulf von der Deutschen UNESCO-Kommission hob in seiner Ansprache hervor, wie solche Initiativen Brücken zwischen Menschen und Generationen bauen – ein Ansatz, der auch für Bildungsarbeit in Volkshochschulen interessant ist.
Die Aufnahme reicht von traditionellen Handwerken wie Analoger Fotografie, Gold- und Silberschmiedehandwerk, Handwerklicher Brennkunst über die Immersive Vermittlung der Natur und des Universums in Planetarien bis hin zur Vermittlung und Pflege der „Rotwelsch-Dialekte“. Sie bietet Volkshochschulen und Bildungsstätten Ansatzpunkte für Projekte zu regionaler Kultur, generationenübergreifendem Lernen, interkulturellem Austausch und lebendiger Tradition. Mit den neuen Einträgen zählt das Verzeichnis nun 168 lebendige Kulturformen deutschlandweit.
Aus den Mitgliedseinrichtungen
Leitungswechsel an Mitgliedseinrichtungen im 4. Quartal 2025
Volkshochschule Glücksburg: Sussi-Anne Ruppert für Jürgen Sauermann (Interimsleiter)
Volkshochschule Groß Wittensee: ab 1.1.2026 Corinna Stoffregen u. Valeriya Clausen für Maike Pentzin
Volkshochschule Lütjenburg: seit September Matthias Esch (Leitung war unbesetzt)
Volkshochschule im Amt Schrevenborn: ab 15.12. Martina Kuhn für Matthias Rüth



















