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Informationen zum Coronavirus

Lösungsansätze für Honorareinbußen haben wir auf der Sonderseite Corona-Informationen für Kursleitende zusammengestellt.

Online-Sprechstunde der Servicestelle Digitalisierung immer montags 15:00 Uhr in der vhs.cloud

Um das große Interesse an digitalen Angeboten und Lösungen zu bedienen, findet immer montags von 15:00–16:30 Uhr eine Onlinesprechstunde als Webkonferenz statt: in der vhs.cloud - in der offenen Netzwerkgruppe„Austauschgruppe Digitalisierung S-H“. Dort finden sich außerdem viele weitere Tipps und Handreichungen.

Wie werde ich Kursleiter/-in?

Sie haben Qualifikationen, Fähigkeiten, Kenntnisse, Erfahrungen und würden diese gerne an andere Menschen weitergeben?

Volkshochschulen und Bildungsstätten sind immer an Menschen interessiert, die in diesem Sinne bereit sind, als Kursleitende an ihrer Einrichtung tätig zu werden.

Wir stellen Anforderungen an Kursleitende wie u.a.:

  • fachliche Qualifikationen
    Als Voraussetzung für die Qualitätssicherung der Volkshochschulangebote erwarten wir solide fachliche Kompetenzen in Theorie und Praxis. Dieses Fachwissen muss nicht nur theoretisch bzw. auf wissenschaftlicher Basis vorhanden sein, sondern auch auf konkrete praxisbezogene Fragen angewandt werden können.
  • Qualifikationsmerkmale im Rahmen der Erwachsenenbildung
    In Hinblick auf die Erwachsenenbildung erwarten wir Erfahrungen und Kenntnisse im Lehren und Lernen mit Erwachsenen. Diese können auf unterschiedliche Weise erworben worden sein oder z.B. über die Fortbildung der Landesverbände auch erworben werden. Langjährige Praxiserfahrung, die immer wieder theoretisch reflektiert wird, ist ebenso geeignet wie eine für die Erwachsenenbildung erworbene Qualifikation mit ergänzender Praxiserfahrung.
    Das bedeutet u.a.:
    • Toleranz gegenüber Teilnehmenden aufzubringen und die Eigenkompetenzen der Teilnehmenden zu achten;
    • die Eigenverantwortlichkeit und Selbstbestimmung der Teilnehmenden zu unterstützen;
    • Sensibilität für unterschiedliche Lerninteressen der Teilnehmenden zu zeigen;
    • Lernen als Prozess im sozialen Kontext der Gruppe zu gestalten zu können (kommunikative und psychosoziale Kompetenzen im Umgang mit Teilnehmenden und einer Gruppe);
    • Transparenz des Lernprozesses gegenüber den Teilnehmenden herstellen zu können;
    • die Fähigkeit, die eigene Rolle als Kursleiter/-in kritisch zu reflektieren.

Ist Ihr Interesse geweckt und wollen Sie an einer vhs tätig werden, dann empfehlen wir, dass Sie das extra zu diesem Zweck entwickelte Portfolio nutzen.

Einstiegsfortbildung für neue Kursleitungen

Über den Landesverband wird die Grundqualifikation Erwachsenenbildung (EPQ) angeboten. Diese bietet die Möglichkeit, Kompetenzen aufzubauen, zu erweitern bzw. zu vertiefen und dabei die Rolle als Kursleitung zu reflektieren und sich mit anderen Kursleitenden auszutauschen. Fundierte fachspezifische Kenntnisse werden vorausgesetzt.

Die Qualifikation umfasst sieben Module mit insgesamt 63 Unterrichtseinheiten á 45 Minuten.Für Fremdsprachenkursleitende wurden ergänzend zwei spezielle EPQ-Module entwickelt.

Weitere Informationen EPQ

Kursleiterportfolio

Das vorliegende "Kompetenzprofil - Lehren in der Volkshochschule" bietet Ihnen in Form eines Portfolios den Rahmen, Ihre Kompetenzen und Ihre Angebote - Kurse, Seminare etc. - darzustellen und nachzuweisen.

Bezüglich Ihrer Kompetenzen gibt Ihnen das Portfolio die Möglichkeit der Selbsteinschätzung nach Stärken und Entwicklungspotenzialen. Darüber hinaus können Sie Zeugnisse, Tätigkeitsnachweise, Bescheinigungen etc. in der Anlage beifügen und sich über Fortbildungsmöglichkeiten ihres Landesverbandes informieren.

Sie können das Portfolio nutzen

  • als Instrument der Kompetenzbilanzierung und -reflexion,
  • zur Außendarstellung, z.B. bei einer Bewerbung,
  • als Leitfaden für ein Bewerbungs- und Beratungsgespräch,
  • zur Kompetenzentwicklung und Fortbildungsplanung.


Bewerben Sie sich neu als Kursleitende/-r sollte der Einsatz des Portfolios obligatorisch sein. Sind Sie bereits aktive/-r Stammdozent/-in kommt es vor allem zum Tragen, wenn es um Fragen Ihrer Weiterentwicklung geht, z.B. bei der Übernahme neuer bzw. zusätzlicher Veranstaltungen oder bei Fortbildungsfragen. Das Portfolio kann auch als Grundlage von Planungs- und Entwicklungsgesprächen mit Ihrer Volkshochschule verwendet werden.

Das Portfolio ist eine geschützte Word-Datei, d.h. sie kann an den entsprechenden Stellen direkt am PC oder auch per Hand ausgefüllt werden. Der Rahmentext kann dagegen nicht verändert werden, er ist durch ein Passwort geschützt. Das Portfolio besteht aus Einleitungsseiten, auszufüllenden Formblättern und Ihren Anlagen. Weitere Hinweise finden Sie im Portfolio selber, das Sie hier downloaden können.

Erarbeitet wurde das "Kompetenzprofil - Lehren in der Volkshochschule" (Kursleiterportfolio) vom Bundesarbeitskreis Fortbildung im Deutschen Volkshochschul-Verband.

Merkblatt für Honorarkräfte

Kursleiter/innen an Volkshochschulen arbeiten als Honorarkräfte. Die Versteuerung des Honorars ist von dem/der Kursleiter/in im Rahmen der Einkommenssteuererklärung selbst vorzunehmen.

Die Kursleiter/innentätigkeit erfolgt als selbstständige freiberufliche Tätigkeit. Sie sind selbstständig tätige Lehrer/innen im Sinne von § 2 Satz 1 Nr. 1 Sozialgesetzbuch VI.

Steuerpflicht: Einkommenssteuer

Nebenberufliche Kursleiter/innen können den „Übungsleiterfreibetrag“ in Höhe von 2.400 € / Jahr bei der Einkommenssteuer geltend machen (§ 3 Nr. 26 Einkommenssteuergesetz). Um eine nebenberufliche Tätigkeit handelt es sich, wenn sie bezogen auf das Kalenderjahr maximal ein Drittel der Arbeitszeit eines Vollbeschäftigten erreicht. Die Ausübung eines Hauptberufs ist nicht erforderlich. Gleichartige Tätigkeiten bei verschiedenen Auftraggebern (z.B. Kurse bei mehreren Trägern) werden zusammengefasst.

Umsatzsteuer:

Kursleiter/innen, die nicht nebenberuflich tätig sind, sind umsatzsteuerpflichtig. Sie gelten als „Kleinunternehmer“, wenn ihr Umsatz im vergangenen Jahr nicht mehr als 17.500 € und im laufenden Jahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 € betragen wird. Zur Befreiung von der Umsatzsteuer müssen beide Voraussetzungen kumulativ gegeben sein. (§ 19 UstG).

Eine Umsatzsteuerbefreiung ist möglich, wenn der Kurs, für den das Honorar gezahlt wird, nach § 4 Nr. 21 UStG anerkannt ist. Das ist grundsätzlich nur bei berufsvorbereitenden, mit einer offiziellen Prüfung abschließenden Maßnahmen möglich. Der Antrag kann nur von der Volkshochschule bei dem zuständigen Ministerium gestellt werden.

Versicherungspflicht: Rentenversicherung:

Freiberuflich tätige Kursleitende sind rentenversicherungspflichtig. Sie müssen sich nach § 190 a SGB VI innerhalb von drei Monaten nach Aufnahme der selbstständigen Tätigkeit bei der Deutschen Rentenversicherung Bund, ehemals BfA, melden. Die Anmeldung und die Beitragszahlung muss von den Dozent/innen selbst vorgenommen werden.

Ausnahmen:

  • Die Tätigkeit dauert maximal zwei Monate bzw. 50 Arbeitstage im Kalenderjahr.
  • Das steuerpflichtige Honorar beträgt weniger als 450,- € im Monat. Damit kann ein Honorar von bis zu 650,- € (450,- € zzgl. Freibetrag nach § 3 Nr. 26 EStG) rentenversicherungsfrei erzielt werden.
  • Die Kursleitenden beschäftigen ihrerseits mindestens einen versicherungspflichtigen Arbeitnehmer.

Krankenversicherung:

Bitte setzen Sie sich direkt mit Ihrer Krankenversicherung in Verbindung, da die Regelungen sehr individuell gehandhabt werden.

Arbeitslosenversicherung:

Selbstständig tätige Lehrkräfte sind nicht zu Beiträgen in die Arbeitslosenversicherung verpflichtet.

Alle Angaben sind ohne Gewähr. Sie ersetzen nicht die Beratung durch einen Steuerberater, die Renten-/Krankenversicherung oder das Finanzamt.