Zum Inhalt springen

Eröffnung Grundbildungszentrum Volkshochschule Lübeck

Pressemappe

Termin

Freitag, 4. September 2020, 11:00 Uhr

Ort

Volkshochschule Lübeck
Aula, 1. OG
Falkenplatz 10
23564 Lübeck

Anwesende

  • Dr. Oliver Grundei, Staatssekretär Wissenschaft und Kultur, Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur
  • Silke Mählenhoff, 2. stellvertretende Stadtpräsidentin der Stadt Lübeck
  • Karsten Schneider, Direktor, Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V.
  • Christiane Wiebe, Leiterin der Volkshochschule Lübeck
  • Katrin Gellermann, Leiterin des Grundbildungszentrums, Volkshochschule Lübeck
  • Dr. Jobst Treiber, Leiter der Volkshochschule Ratzeburg
  • Benedikt Kleine-Stricker, Jugendberufsagentur Lübeck
  • Anke Bruns, Weiterbildungsberaterin, Volkshochschule Lübeck
  • Monika Masihi, Päd. Leitung „Mama lernt Deutsch“ sowie „Ehrenamtliche Sprachhelfer:innen“ im Rahmen des Konzeptes „Deutsch für alle“, Volkshochschule Lübeck
  • Jennifer Rothe, Assistenz für den Grundbildungsbereich, Volkshochschule Lübeck
  • Doris Schmittinger, Abteilungsleitung Deutsch als Fremdsprache, Volkshochschule Lübeck

 

Ablauf

  1. Ankommen
  2. Begrüßung: kurze Vorstellung des Anlasses und des Ablaufs – Christiane Wiebe
  3. Grußwort Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Grundbildung für eine Welt im schnellen Wandel (AT) – Dr. Oliver Grundei
  4. Übergabe des Förderbescheids für die Gründung der Grundbildungszentrums
  5. Redebeitrag: Die Bedeutung des Themas Grundbildung für die Bildungsregion Lübeck (AT) – Silke Mählenhoff
  6. Grußwort: Wie eine nationale Strategie zu konkrete Angeboten für Menschen wird (AT) – Karsten Schneider
  7. Vorstellung: Konzeptionelle Grundlagen zur Umsetzung und Ziele des künftigen Grundbildungszentrums und Vorstellung der Kooperationspartner – Christiane Wiebe und Katrin Gellermann
  8. Fragen und Antworten
  9. Abschluss
Fotos der Veranstaltung
Begriff Grundbildung

„Der Begriff der Grundbildung soll Kompetenzen in den Grunddimensionen kultureller und gesellschaftlicher Teilhabe bezeichnen, darunter: Rechenfähigkeit (Numeracy), Grundfähigkeiten im IT-Bereich, Gesundheitsbildung, Finanzielle Grundbildung, Soziale Grund-kompetenzen. Grundbildung orientiert sich somit an der Anwendungspraxis von Schriftsprachlichkeit im beruflichen und gesellschaftlichen Alltag, wobei die Vermittlung von Alltagskompetenzen immer auch in der Verbesserung sinnverstehenden Lesens und Schreibens mündet.“ Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)/Kultusministerkonferenz (KMK), 2016.

„Als Bestandteil einer ganzheitlichen und umfassenden Grundbildung werden neben Lesen, Schreiben und Rechnen in der Regel weitere Inhaltsbereiche unterschieden (vgl. Egloff 2014; Tröster & Schrader 2016, S. 49):

  • (Digitale) Informations- und Kommunikationstechnologien (auch bekannt als digital oder Media Literacy oder Computer Literacy oder Medienkompetenz),
  • Gesundheit/Health Literacy,
  • Ernährung/Food Literacy,
  • Finanzen/Financial Literacy,
  • politische Grundbildung/Civic Literacy,
  • Fremdsprachen (mindestens Englisch).“

Aus: Ewelina Mania/Monika Tröster (2018): „Inhaltsbereiche der Grundbildung: Stand und Herausforderungen“. In: Agentur für Erwachsenen- und Weiterbildung (Hg.), Grundbildung lebensnah gestalten. Fallbeispiele aus den Regionalen Grundbildungszentren in Niedersachsen. Bielefeld: wbv.

Referenzen:

Egloff, B. (2014). Grundbildung – Zur Einführung in den Themenschwerpunkt. Hessische Blätter für Volksbildung (2), 103–106.

KMK – Kultusministerkonferenz. (2016). Grundsatzpapier zur Nationalen Dekade für Alphabetisierung und Grundbildung. Den funktionalen Analphabetismus in Deutschland verringern und das Grundbildungsniveau erhöhen. (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 06.10.2016). Verfügbar unter: https://www.kmk.org/fileadmin/Dateien/veroeffentlichungen_beschluesse/2016/2016_10_06-Grundsaetze-Nationale-Dekade.pdf

Tröster, M. & Schrader, J. (2016). Alphabetisierung, Grundbildung, Literalität: Begriffe, Konzepte, Perspektiven. In C. Löffler & J. Korfkamp (Hg.), Handbuch zur Alphabetisierung und Grundbildung Erwachsener (S. 43–58). Münster-New York: Waxmann.

Größenordnung geringer Literalität

Nach der leo.-Studie von 2018 können bundesweit 6,2 Mio. Menschen nur so eingeschränkt lesen und schreiben können, dass sie von voller gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen und häufig auf Unterstützung angewiesen sind.

Da es zur Größe dieser Bevölkerungsgruppe in den einzelnen Kommunen keine statistischen Daten gibt, kann die Zahl anhand der folgenden Formel geschätzt werden:

Einwohnerzahl × 0,62 × 0,121

Für die Hansestadt Lübeck: 216.530 × 0,62 × 0,121 = 16.244 Personen

Erklärung der Formel: Die leo.-Studie geht davon aus, dass rund 62 Prozent der Bevölkerung zwischen 18 und 64 Jahre alt sind (Einwohnerzahl × 0,62 = Geschätzte Anzahl der 18- bis 64-Jährigen in der Region); Gesamtbevölkerung 2018: 82,79 Mio., Erwerbsbevölkerung: 51,5 Mio.

Die Studie geht weiterhin davon aus, dass rund 12,1 Prozent dieser Altersgruppe funktionale Analphabet/-innen sind (geschätzte Anzahl der 18- bis 64-Jährigen × 0,121 = geschätzte Anzahl der erwerbsfähigen funktionalen Analphabet/-innen in der Region).

Kontakt Volkshochschule Lübeck

Christiane Wiebe, vhs-Leitung  
Telefon: 0451  122 4020
E-Mail

Katrin Gellermann, Abteilungsleitung Grundbildung
Telefon: 0451 122 4028
E-Mail

Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins
Allgemeine Angaben zur Organisation

An Volkshochschulen treffen sich unterschiedlichste Menschen – aus verschiedenen Ländern, mit ihren eigenen Interessen, mit ganz unterschiedlichem Hintergrund. Gemeinsam lernen sie Neues aus einer riesigen Bandbreite an Themen. Die Volkshochschulen bieten Erwachsenenbildung an – orientiert an den Bedürfnissen der Menschen und verankert in ihrer Kommune.

Der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. vertritt die Interessen der rund 150 Volkshochschulen im Land, leistet diesen Unterstützung, ermöglicht den fachlichen Austausch untereinander und koordiniert Projekte der Erwachsenenbildung. Zu den Mitgliedseinrichtungen zählen Volkshochschulen, Kreiseinrichtungen sowie Heimvolkshochschulen und Bildungsstätten in Schleswig-Holstein sowie eine Bildungsstätte in Dänemark.

Geschichte des Verbandes

Gegründet wurde der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins durch die Gründerversammlung am 5./6. Dezember 1947 in Rendsburg an der dortigen Heimvolkshochschule (dem heutigen Nordkolleg). Gründer des Verbandes waren: Dr. Otto Monsheimer (Lübeck), Paul Jessen (Niebüll), Dr. Fritz Laack (Rendsburg), Axel Henningsen (Kiel), Dr. Bruno Voltmer (Itzehoe), Erich Berrer (Mölln) und Friedrich Boller (Rendsburg). Der erste Vorstand des Landesverbandes bestand auch Dr. Otto Monsheimer (1. Vorsitzender), Prof. Dr. Rudolf Streller (2. Vorsitzender und Geschäftsführer), Dr. Bruno Voltmer (1. Schriftführer), Paul Jessen (2. Schriftführer) und Dr. Fritz Laack (Kassenwart). Am 12. April 1948 wurde der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins in das Vereinsregister beim Amtsgericht Rendsburg eingetragen. Sitz war Rendsburg, die Geschäftsstelle in Büsum.

Seine erste eigene Geschäftsstelle erhält der Landesverband am 4. Juli 1956 in Kiel. Nach mehrmaligen Wechseln der Adresse ist der Verband seit Februar 1993 an der Holstenbrücke 7 im Ahlmannhaus.

Pressekontakt

Dr. Björn Otte, Referent für Kommunikation

Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V.
Holstenbrücke 7
24103 Kiel

Tel.: 0431 97984-26
bo@vhs-sh.de