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Volkshochschulen bieten Einblicke in die jüdische Kultur

Am Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland beteiligten sich der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins und die Volkshochschulen in Bad Segeberg, Elmshorn und Kiel gemeinsam mit dem Jüdischen Museum in Rendsburg mit einem Kooperationsprojekt, um das kulturelle jüdische Erbe in Deutschland bekannter zu machen. Volkshochschulen setzen damit ein starkes Zeichen für Vielfalt und Toleranz und positionieren sich gegen Antisemitismus.

Bestandteil des Kooperationsprojekts waren Exkursionen von den beteiligten Volkshochschulen zum jüdischen Museum, Spaziergänge an den Orten zu den Stolpersteinen, jüdischen Kulturstätten oder Friedhöfen, Vortragsreihen und sogar ein Theaterabend mit Gedichten jüdischer Schriftsteller*innen. Zentral wurden Diskussionsrunden mit interessierten Teilnehmenden geführt, die einen Einblick geben konnten, wie jüdisches Leben in Deutschland heute aussieht. Je nach Möglichkeit der aktuellen Hygienebedingungen waren alle Veranstaltungen mit 12 bis 25 Personen gut besucht. Abschließend fand eine Fortbildung für Kursleitungen statt, um weitere Angebote an Volkshochschulen zu planen und durchzuführen. Pandemiebedingt wird die geplante Podiumsdiskussion zum Thema Antisemitismus erst am 21. April 2022 an der vhs Bad Segeberg stattfinden. Prominente Gäste wie Peter Harry Carstensen werden erwartet.

Die Leiterin der Elmshorner vhs Maike Bünning empfindet das Projekt als Bereicherung: „Trotz der terminlichen Verschiebungen war die Nachfrage in Elmshorn unverändert gut und das Seminar war schließlich ausgebucht. Selbst habe ich viel über die jüdische Geschichte in Schleswig-Holstein gelernt. So war dies ein gelungenes und sehr inspirierendes Seminar und ich freue mich, dass wir an diesem Projekt teilnehmen durften.“ So äußert sich auch Michael Kölln, Leiter der vhs Bad Segeberg: „Durch dieses Projekt haben wir sehr freundschaftliche Kontakte zur Jüdischen Gemeinde aufgebaut und ich bin sicher, dass wir zukünftig weitere Veranstaltungen zusammen planen werden.“

2021 ist das Festjahr 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland. Historisch betrachtet geht das Datum auf die erste verbriefte jüdische Gemeinde auf deutschem Boden in Köln zurück. Ziel dieses Festjahres ist es, ein lebendiges, vielfältiges jüdisches Leben in Deutschland zu feiern, die lange und wechselvolle Geschichte der Jüdinnen und Juden in Deutschland darzustellen und ihren reichen Beitrag zur Kultur zu präsentieren. Im Vordergrund soll dabei vor allem die Vielfalt des heutigen jüdischen Lebens stehen.

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