Erfolgreich ist Weiterbildung, wenn die Inhalte in einer geeigneten Veranstaltungsform mit Hilfe angemessener Methoden und Unterrichtsmedien so vermittelt werden, dass die Teilnehmenden die angestrebten Lernziele erreichen.
Methoden sind der Weg, auf dem man sich während des Lehrens (und Lernens) bewegt.
Medien sind Mittel und Mittler für das Lehren und Lernen.

Technische Unterrichtsmedien

Unterrichtsmedien sind Mittler, Hilfsmittel im Prozess des Vermittelns von Lerninhalten. Zu unterscheiden sind Hardware (z.B. Tafel, Flipchart, Overhead-Projektor, Beamer) und Software (z.B. Folien für den Overhead-Projektor, Lehrfilme, Präsentationen)
Ihre Entscheidungen über Methoden für Ihren Unterricht und damit auch den Einsatz von Unterrichtsmedien sollten berücksichtigen, dass Informationen, die Teilnehmende nur über das Ohr aufnehmen, am wenigsten gut behalten werden.

Die Merkleistung nimmt in der Reihenfolge zu:


Medien einzusetzen, dient der Anschaulichkeit und führt über das rein sprachliche Erfassen hinaus. Zu entscheiden ist daher immer, welche gewünschte Funktion (Informationsvermittlung, Hilfe zur Motivation, Arbeitsmittel, Unterhaltung) im Lernprozess sich mit welchen Medien besser realisieren lassen.

Didaktische Möglichkeiten für den Medieneinsatz sind: Aktualisierung, Alltagserfahrung, Betroffenheit, Demonstration, Distanzierung, Dokumentation, Homogenisierung, Identifikation, Impuls, Kontextualisierung, Mehrfachcodierung, Methodenvielfalt/-wechsel, Orientierung, Verallgemeinerung, Visualisierung.

Konsequenzen für die Planung:

  • Präzisieren Sie die zu erreichenden Lernziele, planen Sie die einzelnen Unterrichtsabschnitte und die didaktischen Leistungsmöglichkeiten der zur Verfügung stehenden Medien.
  • Binden Sie Teilnehmenden nicht nur ein, sondern beteiligen Sie sie aktiv – sowohl bei Lernwegen als auch Lerninhalten.
  • Wechseln Sie Methoden und Unterrichtsmedien. Gleichartigkeit führt zu Langeweile. Unterschiedliche Medien sprechen verschiedene Lerntypen an (auditive Typen - Merken durch Hören; visuelle Typen - Merken durch Sehen; motorische Typen Merken durch Tun).

Weitere Fragen für die Medienwahl sind u.a.:

  • Welcher Sinn soll angesprochen werden?
  • Wie hoch ist der Vorbereitungsaufwand?
  • Steht die notwendige Hardware vor Ort zur Verfügung?
  • Verfüge ich über die entsprechende Software?
  • Habe ich ausreichende Kenntnisse für den Umgang mit Hard- und Software?
  • Welche Kosten entstehen?
  • Welche Medien erwarten die Teilnehmenden?
  • Ist das Medium für die Teilnehmenden geeignet?