Erweitertes Lernen im Aufwind: Landesverband und dvv tauschen Ideen zum Lernen der Zukunft aus

Der im DVV für Erweiterte Lernwelten zuständige Referent Stefan Will war diese Woche in Kiel zu Gast um mit Florin Feldmann, die im Landesverband für Digitales Lernen zuständig ist, Ideen zum Lernen der Zukunft zusammen zu tragen. Im Schwerpunkt ging es um Möglichkeiten, Volkshochschulen konkret zu unterstützen.

Die Digitalisierung hat inzwischen Einfluss auf nahezu alle Lebensbereich genommen: Ob auf gesellschaftlicher Ebene, bei der Arbeit oder auch im Privaten ist echte Teilhabe nicht mehr ohne ein Grundverständnis von digitalen Medien denkbar. Zu den Aufgaben der Volkshochschulen im Rahmen ihres Selbstverständnisses als Akteure in der politischen Bildung gehört es, Aufklärung zu leisten, Medienkompetenz zu schulen und den gesellschaftlichen Diskurs zu befördern.

Auch für die Gestaltung von Lernen tun sich viele Möglichkeiten auf. Mit der Nutzung digitaler Werkzeuge erweitert sich das Lernsetting nicht nur methodisch sondern auch didaktisch und ermöglicht beispielsweise eine bessere Differenzierung der Lernwege und flexiblere auf den Lernenden zugeschnittene Zugänge. Analoge und digitale settings bereichern sich hierbei gegenseitig, schließen sich aber auch gegenseitig nicht aus. Digitale Lehr-und Lernmethoden können als zielgerichtete Ergänzung den Kursalltag bereichern oder aber Teilnehmenden, denen es aus unterschiedlichen Gründen nicht möglich ist, regelmäßig Präsenzveranstaltungen zu besuchen, eine echte Alternative bieten. So werden auch Teilnehmenden die Partizipation an Kursen ermöglicht, denen dies sonst verwehrt bliebe: Menschen in Schichtarbeit, Alleinerziehende, Pflegende oder Menschen, die aus verschiedenen Gründen wie Alter oder Behinderungen immobil sind.

Digitale Marketing-Tools wie die sozialen Netzwerke facebook oder twitter werden von vielen Volkshochschulen und Landesverbänden bundesweit bereits erfolgreich eingesetzt. Nun geht es darum, digitale Tools vermehrt als sinnvolle methodische Erweiterung in den Kursalltag zu implementieren. Die stellvertretende Direktorin Florin Feldmann stellt momentan eine Auswahl von niedrigschwellig einsetzbaren, offen zugänglichen digitalen Lernwerkzeugen zusammen.

Landesverband und DVV sind im Austausch darüber, im Rahmen der Erweiterten Lernwelten passgenaue Angebote für die Volkshochschulen vor Ort zu entwickeln, die kostengünstig in der Region genutzt werden können. Das Strategiepapier des dvvs zu den Erweiterten Lernwelten finden Sie hier.

Übermittlung Ihrer Stimme...
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
15.02.2016 12:48 Alter: 1 Jahre