„Dialog KulturWirtschaft“: Bildungsminister Klug übergibt Förderbescheid von 540.000 Euro

Bildungsminister Dr. Ekkehard Klug hat dem Geschäftsführer des Nordkollegs in Rendsburg, Guido Froese, am 22. Januar 2010 einen Förderbescheid in Höhe von 540.000 Euro für das Projekt „Dialog: KulturWirtschaft“ überreicht. „Wir wollen, dass das Kulturleben von der Kooperation und von dem Wissenstransfer mit der Wirtschaft profitieren kann. Und Sie sind auf einem wirklich guten Weg“, sagte der Minister. Klug lobte damit das Netzwerk-Projekt des Nordkollegs, das mit der „Vereinigung der Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein“ (UVNord) und dem „Landeskulturverband Schleswig-Holstein“ initiiert wurde. Ziele eines „Servicezentrums KulturWirtschaft“ sind die langfristige Sicherung und der Ausbau des kulturellen und kulturwirtschaftlichen Sektors. Beratung, Service und Weiterbildung zielen auf die weitere Professionalisierung des Kulturbetriebes ab, gleichzeitig entsteht eine Schnittstelle zwischen norddeutscher Wirtschaft, Kultur- und Kunstschaffenden sowie Universitäten und Fachhochschulen.
„Es ist ihnen gelungen, ein Konzept zu erarbeiten, das bundesweit einmalig ist“, sagte Klug den Projektentwicklern. Der Gedanke, mit innovativen Ansätzen gezielt die schleswig-holsteinische Kulturwirtschaft zu stärken, sei eine neue Form der Förderung: Investition in eigenständige und professionelle Strukturen statt Einzelförderung. Ein zusätzlicher Effekt sei es, sagte der Bildungsminister, dass sich das Nordkolleg als kulturelles Kompetenzzentrum so noch stärker profilieren könne. Klug dankte dem UVNord und seinem Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich, die „verlässliche und kompetente Partner mit viel Erfahrung und großem Interesse an Neuem“ seien. Zudem dankte er dem Landeskulturverband und seinem Vorsitzenden Rolf Teucher für die Mitarbeit. Bildungsminister Klug betonte, Initiativen wie diese ersetzten nicht die Kulturförderung aus Steuermitteln: „Wir halten am öffentlichen Kulturauftrag fest.“ Das Kunst- und Kulturschaffen könne sich aber nicht nur an den engen Grenzen öffentlicher Haushalte ausrichten. Wenn das so wäre, gäbe es Staatskunst statt Vielfalt und Lebendigkeit, sagte Klug.

Übermittlung Ihrer Stimme...
Klicken Sie auf den Bewertungsbalken, um diesen Artikel zu bewerten.
25.01.2010 12:35 Alter: 185 Tage