Gesundheit
Gesundheit

VHS wirbt auf Youtube.
Zwei unterhaltsame Clips der Volkshochschule München zum Thema Gesundheit

Themenfeld Gesundheit

Ansprechpartner:

Hans Brüller
Fon: +49(0)431/ 97 98 4-18
Email: br(at)vhs-sh(dot)de

Wie fördern wir Gesundheit?

Kompetenz
Der eigenverantwortliche Umgang mit Gesundheit und damit auch das Gesundheitslernen ist insbesondere in einer älter werdenden Gesellschaft als Schlüsselqualifikation ein unerlässlicher Teil unser Lebens- und Alltagskompetenzen geworden. Absehbar ist, dass der Lastenumverteilungsprozess immer mehr Menschen von einer ausreichenden Gesundheitsförderung ausgrenzt. Gesundheitskompetenz zu ermöglichen, ist in dieser Entwicklung auch eine öffentliche Aufgabe und dies nicht nur in der schulischen Bildung sondern gerade auch im Erwachsenenalter.

Angebot
Volkshochschulen arbeiten mit ihren vielfältigen Gesundheitsangeboten in allen gesundheitsrelevanten Handlungsfeldern. Ihre Programmprofil und ihre Konzepte sind Ausdruck der langjährigen Aufbauarbeit in diesem zentralen Programmbereich.
Volkshochschulen verstehen Gesundheit als Zusammenspiel von seelischem, körperlichem und sozialem Wohlbefinden. Die Stärkung der gesundheitlichen Ressourcen des Individuums, seine gesundheitsförderlichen Lebensweisen und Lebensverhältnisse sind dabei zentrale Anliegen der VHS-Gesundheitsbildung. Pädagogisch-didaktische Grundlage ist die Salutogenese nach Antonowsky. Die Volkshochschulen verstehen daher ihre Gesundheitskurse als Lernprozesse, die kognitive Verarbeitung mit emotionalen, körperlichen und sozialen Erfahrungen verknüpft.

Kommunale Nähe und Vernetzung
Die flächendeckende Präsenz der Volkshochschulen als öffentlich verantwortete kommunale Weiterbildungseinrichtung bietet landesweit wohnortnahe Bildung für Gesundheit. Diese ist offen für alle Bürgerinnen und Bürger.
Damit sind die Volkshochschulen als kommunale Weiterbildungszentren in der lokalen Gesundheitsförderung unverzichtbar. Sie greifen das lokal-regionale Interesse an Lebensqualität und Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger auf und gestalten die Gesundheitsförderung durch auf Nachhaltigkeit angelegte Bildungsprozesse in der Kommune mit. Die Volkshochschulen kooperieren dabei mit anderen Einrichtungen, Organisationen und Trägern in der Gesundheitsförderung. Die enge Zusammenarbeit in Netzwerken - zwischen Volkshochschulen, Ämtern, Krankenkassen, Verbänden, Beratungs- und Betreuungseinrichtungen der jeweiligen Kommunen - ist notwendig, um gemeinsame Ressourcen zu bündeln. Synergieeffekte können zu einer finanziellen und organisatorischen Entlastung beitragen, innovative Modelle können im Rahmen solcher Partnerschaften entwickelt und erprobt werden.

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Wie kann Gesundheit gelernt werden?

Die Gesundheitsbildung an den Volkshochschulen folgt dem hingegen vor allem den Grundsätzen des Modells der Salutogenese, in dem es nicht Krankheit zu verhindern gilt, sondern Gesundheit zu fördern. Gesundheitsbildung hat damit einen positiven motivierenden Aufforderungscharakter.

Um einen Perspektivenwechsel wirksam zu vollziehen und zu verbreiten - weg von den Risikofaktoren hin zu den Protektivfaktoren - sieht die Volkshochschule es als ihre Aufgabe an, nicht nur dem Einzelnen (Individueller Ansatz), sondern auch ganzen "Organisationen" und speziellen Zielgruppen (setting Ansatz) aufzuzeigen, welche gesundheitlichen Stärken und Potenziale vorhanden sind und diese zu stärken.

Um nachhaltige Wirksamkeit zu erreichen, werden die Ziele der Gesundheitsbildung an Volkshochschulen an Hand von interaktionellen Lernprozessen umgesetzt.

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Qualitätsicherung

Qualität ist uns wichtig.
Daher stehen die Volkshochschulen bundesweit auch in der Gesundheitsbildung seit vielen Jahren in einem kontinuierlichen Quali­tätsverbesserungsprozess. Bundesweit haben sich die Volkshochschulen auf Qualitätsempfehlungen [1] des Bundesarbeitskreises der Fachreferentinnen und -referenten der vhs-Landesverbände (BAK Ge­sundheit) in Form von Bausteinen verständigt. Diese wurden fortlaufend überarbeitet und weiterentwickelt. Zu diesen Bausteinen gehören u.a. Empfehlungen für Qualifikationen von Kursleiterinnen in der Ge­sundheitsbildung an Volkshochschulen, Ausstattungen von Räumen in der Gesundheitsbildung an Volkshochschulen, Ausschreibungen von Veranstaltungen der Gesundheitsbildung an Volkshoch­schulen sowie Instrumente zur Evaluation. Damit orientiert sich die VHS-Gesundheitsbildung an mo­dernen Sichtweisen des Kreislaufes eines Qualitätsmanagements, wie:

  • Qualität wird zwischen Anbieter und Nachfrager ausgehandelt,
  • Qualitätsmanagement beginnt bei der Planung, zu der zuvor die Ermittlung von Lernbedürfnissen gehört
  • Qualitätsstandards sind nur ein Zwischenschritt im kontinuierlichen Qualitätsverbesserungsprozess

Eine zentrale Rolle im Prozess der Qualitätsentwicklung und -sicherung nimmt die Frage der Qualifikation der Kursleitenden ein. Anders als in der Diskussion um den § 20 SGB V geht es den Volkshochschulen in der Gesundheitsbildung um "drei Anforderungskomplexe nebeneinander:

  • Qualität in bezug auf Lernen von Erwachsenen ...
  • Qualität in bezug auf das Verständnis von Gesundheit unter körperlichen, seelischen, sozialen und ökologischen Dimensionen ...
  • Qualität als gesundheitswissenschaftliche Fachkompetenz ..." [2]

Parallel zu den Qualitätsbausteinen wurden vom BAK vor einigen Jahren für die zentralen inhaltlichen Programmfelder in Buchform 15 Trainermanuale für Kursleitende und Unterlagen für Kursteilnehmende für die Bereiche Gymnastik / Bewegung, Entspannung / Körpererfahrung / Körperphysiologie, aus anderen Kulturen lernen, Ernährung / Kochen entwickelt. Partner war der renommierte Ernst Klett Verlag.

Ein weiteres Element im Qualitätsverbesserungsprozess ist den Volkshochschulen die Fortbildung ihrer Kursleiterinnen und Kursleiter. Traditionell gehören gerade die Kursleitenden aus dem Programmbereich Gesundheitsbildung zu jener Gruppe, die sich kontinuierlich fortbildet und weiterqualifiziert. 

1] Qualitätsbausteine für die Gesundheitsbildung an Volkshochschulen, Hrsg. Arbeitskreis Gesundheit der VHS-Landesverbände, 1. Auflage, November 2001.

[2] Beate Blättner, Gesundheit lässt sich nicht lernen, in: Theorie und Praxis der Erwachsenenbildung, Hrsg. Deutsches Institut für Erwachsenenbildung e.V., Bad Heilbrunn, 1998, S. 45.

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Service des Landesverbandes

  • Beratung
    Der Landesverband berät alle Volkshochschulen u.a. in Fragen der praktischen Programmplanungsarbeit (Programmstruktur, Programminhalte, Kursleiterqualifikationen, Programmqualität, Evaluation), der Kooperation und der Öffentlichkeitsarbeit (u.a. Ausschreibung der Kurse, Pressearbeit).

  • Konzeptentwicklung
    Der Landesverband arbeitet zusammen mit anderen Partnern in der Konzeptentwicklung (Qualitätsicherung im Programmbereich Gesundheit ) für die Volkshochschulen und stellt diese Konzepte zur Verfügung.

  • Instrumente der Qualitätsverbesserung
    Der Landesverband entwickelt zusammen mit anderen Landesverbänden kontinuierlich Instrumente für den Prozess der Qualitätsverbesserung  und berät bei deren Anwendung.

  • Fortbildung
    Der Landesverband bietet in Zusammenarbeit mit einzelnen Volkshochschulen und auch gemeinsam mit anderen VHS-Landesverbänden kontinuierlich ein Fortbildungsprogramm für VHS-Planer/-innen und VHS-Dozentinnen und Dozenten an.

    Zudem bieten Volkshochschulen in Schleswig-Holstein auch selber Qualifikationslehrgänge bzw. Vorbereitungslehrgänge in der Gesundheit an; z.B.:
    • Antistresstrainer/-in
    • Qi Gong - Intensiv-Ausbildung
    • Suchtkrankenhelfer
    • Vorbereitung auf die Zulassungsprüfung als Heilpraktiker
    • Zusatzqualifikation Gesundheitsberater/-in VHS
    • Vorbereitung auf die Abschlussprüfung im Ausbildungsberuf "Hauswirtschafter/-in"
    • Vorbereitung auf die Meisterprüfung in der Hauswirtschaft
  • Öffentlichkeitsarbeit
    Der Landesverband bietet den Volkshochschulen verschiedene Medien für die Imagewerbung und Öffentlichkeitsarbeit des Programmbereichs und damit auch der VHS insgesamt an.
    Fragen Sie nach: br(at)vhs-sh(dot)de

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Kooperation

Apotheken

Die Apothekerkammer Schleswig-Holstein und der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. setzen auf Kooperation. Apothekerkammer und Landesverband unterzeichneten hierzu 2004 eine gemeinsame Erklärung"

"Gesundheitliche Fragen, insbesondere der Prävention und der Gesundheitsförderung, stehen im Mittelpunkt des Interesses von immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein. Apotheken und Volkshochschulen übernehmen dabei gewichtige Rollen. Mit ihren Erfahrungen und ihrer flächendeckenden Präsenz ermöglichen sie in Schleswig-Holstein ein umfassendes Angebot an Gesundheitsberatung und Gesundheitsbildung. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Ressourcen zu vernetzen, zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen.

"In den Volkshochschulen haben wir kompetente Partner mit einem bürgernahen Image gefunden, die Gesundheitskurse für unsere Kunden anbieten", so die Kammer. Und weiter: "Wir sehen künftig gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen unseren Apotheken und der örtlichen VHS". Hierzu könnte es gehören, wie der VHS-Landesverband erläutert, vor Ort überhaupt miteinder ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Veranstaltungen wie z.B. Vortragsreihen zu aktuellen gesundheitlichen Fragen durchzuführen, Beratung und Information durch die Apotheken mit den VHS-Angeboten zu verzahnen oder auch Gesundheitskampagnen, etwa zum Thema Bluthochdruck, gemeinsam anzugehen.

"Wir freuen uns, dass die VHS als guter und kompetenter Kooperationspartner in einer Kommune oder auch Region in der Gesundheitsbildung, gesehen wird", so der Landesverband. Die Volkshochschulen orientieren sich in ihrer Arbeit unter dem Motto "Bildung für Gesundheit" an den Zielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und haben seit Jahren eigene bundesweit einheitlichen Qualitätskriterien in der Gesundheitsbildung entwickelt, an denen sie fortlaufend arbeiten. Dies trägt sicherlich auch dazu bei, dass die Nachfrage nach den Gesundheitsangeboten der ortsnahen Volkshochschulen in Schleswig-Holstein seit Jahren kontinuierlich wächst.

Wort & Bild Verlag

Seit 2012 / 2013 arbeiten der Wort & Bild Verlag und die Volkshochschulen bundesweit zusammen. Die Volkshochschulen haben Kurskonzepte entwickelt, die standardisiert angeboten  und über die Apothemen Umschau bundesweit beworben und mit redaktionellen Beiträgen begleitet werden.

Mit dem Herbstsemester 2013 geht das Projekt in seinen zweiten Durchlauf. Rundfunk und Fernsehwerbung werden für die VHS-Kurse in diesem Projekt werden.

Krankenkassen

Verträge und Vereinbarungen mit Krankenkassen
Volkshochschulen sind kompetente Partner im deutschen Gesundheitssystem. In Schleswig-Holstein sind die Volkshochschulen offen für die Zusammenarbeit mit allen Krankenkassen. Auch die Verbände der Krankenkassen auf Bundesebene habe dies erkannt. Im Mai 2005 schloss der Bundesverband der Angestellten- und Arbeiterersatzkassen (VdAK/AEV) mit dem Deutschen Volkshochschul-Verband neuerlich einen Kooperationsvertrag ab. In Schleswig-Holstein arbeitet der VdAK/AEV bereits seit Ende Januar 2003 mit den Volkshochschulen zusammen . Durch solche Formen der Zusammenarbeit kann es zu Einsparungs- und Synergieeffekten kommen.

Hintergründe
Nach Inkrafttreten des §20 SGB V am 1.1.2000 und seiner Neufassung zum 1.1.2001 sind die Krankenkassen aufgefordert, für ihre Versicherten Angebote zur Primärprävention und zur betrieblichen Gesundheitsförderung machen. Kurse zur Primärprävention sollen den allgemeinen Gesundheitszustand verbessern und insbesondere einen Beitrag zur Verminderung sozial bedingter Ungleichheit von Gesundheitschancen leisten.
Im August 2010 haben die Spitzenverbände der gesetzlichen Krankenkassen letztmalig "Gemeinsame und einheitliche Handlungsfelder und Kriterien zur Umsetzung von § 20 Abs. 1 und 2 SGB V" verabschiedet. Damit wollen sie das, was sie unter Qualität verstehen, für von ihnen geförderte bzw. angebotene Maßnahmen zur Gesundheitsförderung sicherstellen.

Gebührenerstattung für Versicherte
Einige Krankenkassen refinanzieren anteilig ihren Versicherten unter bestimmten Voraussetzungen, die die Krankenkassen für sich selber definieren, die Teilnahme an einem VHS-Kurs der Gesundheitsbildung. Volkshochschulen bieten ihrem Verständnis von Gesundheitsbildung folgend neben diesen Kooperationsangeboten eine Vielzahl von qualifizierten Angeboten vor allem in den Feldern Bewegung/ Gymnastik, Entspannung/Körpererfahrung/Körperphysiologie, Ernährung/Kochen an.
Daher: Möchten Sie wissen, ob Sie für einen Kurs eine anteilige Refinanzierung bekommen können, fragen Sie vor dem Besuch eines VHS-Gesundheitskurses bei Ihrer jeweiligen Krankenkasse nach.

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Downloads

Hier finden Sie öffentlich zugängliche Downloads aus dem Programmbereich Gesundheit.

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