Apotheken und Volkshochschulen arbeiten zusammen
In den kommenden Jahren setzen die Apothekerkammer Schleswig-Holstein und der Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V. auf Kooperation. Gemeinsam wollen sie ihre Kompetenzen künftig nutzen und in Fragen der Gesundheitsförderung und Prävention zusammenarbeiten. Kammer und Landesverband unterzeichneten hierzu eine gemeinsame Erklärung.
Gesundheitliche Fragen, insbesondere der Prävention und der Gesundheitsförderung, stehen im Mittelpunkt des Interesses von immer mehr Menschen in Schleswig-Holstein. Apotheken und Volkshochschulen übernehmen dabei gewichtige Rollen. Mit ihren Erfahrungen und ihrer flächendeckenden Präsenz ermöglichen sie in Schleswig-Holstein ein umfassendes Angebot an Gesundheitsberatung und Gesundheitsbildung.
Ziel der Zusammenarbeit wird es sein, Ressourcen zu vernetzen, zu bündeln und Synergieeffekte zu nutzen, wie Holger Iven, Präsident der Apothekerkammer, und Wolfgang Behrsing, Direktor des Landesverbandes der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V., gemeinsam betonen.
"In den Volkshochschulen haben wir kompetente Partner mit einem bürgernahen Image gefunden, die Gesundheitskurse für unsere Kunden anbieten", sagt Iven. "Wir sehen künftig gute Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen unseren Apotheken und der örtlichen VHS", so Iven weiter. Hierzu könnte es gehören, wie Behrsing erläutert, vor Ort überhaupt miteinder ins Gespräch zu kommen, gemeinsame Veranstaltungen wie z.B. Vortragsreihen zu aktuellen gesundheitlichen Fragen durchzuführen, Beratung und Information durch die Apotheken mit den VHS-Angeboten zu verzahnen oder auch Gesundheitskampagnen, etwa zum Thema Bluthochdruck, gemeinsam anzugehen.
"Wir freuen uns, dass die VHS als guter und kompetenter Kooperationspartner in einer Kommune oder auch Region - und dies gerade im inzwischen größten Programmbereich, der Gesundheitsbildung, gesehen wird", so Hans Brüller, zuständiger Programmbereichsleiter beim Landesverband der Volkshochschulen Schleswig-Holsteins e.V.. Die Volkshochschulen orientieren sich in ihrer Arbeit unter dem Motto "Bildung für Gesundheit" an den Zielen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und haben seit Jahren eigene bundesweit einheitlichen Qualitätskriterien in der Gesundheitsbildung entwickelt, an denen sie fortlaufend arbeiten. "Dies trägt", so Behrsing weiter, "sicherlich auch dazu bei, dass die Nachfrage nach den Gesundheitsangeboten der ortsnahen Volkshochschulen in Schleswig-Holstein seit Jahren kontinuierlich wächst. Besonders freuen wir uns dabei auf eine gute Zusammenarbeit mit der Apotkerkammer und ihren Mitgliedern vor Ort."
Ziel der VHS-Gesundheitskurse ist es, den eigenverantwortlichen Umgang mit der Gesundheit als eine Schlüsselqualifikation der Zukunft zu begreifen. Gesundheitskompetenz erhöht die Motivation, das eigene Verhalten und Wohlbefinden aktiv positiv zu beeinflussen. "Damit wird nicht nur die Lebensqualität gesteigert, sondern können auch Behandlungskosten gesenkt und das Gesundheitssystem entlastet werden", wie Iven aus Sicht der Apotheken anmerkt.
Ein Drittel aller Volkshochschulteilnehmenden sind inzwischen Besucher von Gesundheitskursen. "Die Volkshochschulen leisteten mit ihren insgesamt 124.000 Unterrichtsstunden in 7.600 Gesundheitskursen mit über 92.000 Besuchern in diesem Bereich im Jahr 2004 einen herausragenden Beitrag zur Gesundheitsförderung in Schleswig-Holstein und dieses künftig in Teilen gemeinsam mit den über 700 Apotheken im Lande", freut sich Iven.
Anmerkung der Redaktion:
In 2010 haben über 38% aller VHS-Besucher/-innen an Kursen der VHS-Gesundheitsbildung teilgenommen. Dies sind fast 100.000 Bürgerinnen und Bürger gewesen, die über 8.800 Kurse mit 142.000 Unterrichtsstunden besucht haben.
Konkretes
Inzwischen konkretisiert sich die Zusammenarbeit zwischen Apothekerkammer und Landesverband der Volkshochschulen weiter:
Nebenstehend finden Sie die Liste jener Apother/-innen mit ihren Kontaktdaten, die auf Abfrage Interesse bekundet haben, mit Volkshochschulen zusammen zu arbeiten. In der Liste finden Sie auch die jeweiligen Themen bzw. Themenfelder, für die die Apother/-innen angesprochen werden können. Es gelten die Honorarsätze der jeweiligen VHS






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